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03.08.2010 | Vision: Katalog 2015

Ralf Skiba (RAPP Germany) zum Katalog der Zukunft in einem Artikel der möbel kultur 08/2010:

 

Wie sieht der Katalog in fünf Jahren aus? Mit dieser spannenden Frage befasst sich RAPP Germany. Dabei berücksichtigt die Agentur den Einfluss der neuen Medien und die Tatsache, dass Kataloge im Marketing-Mix eine unersetzbare Rolle spielen.

Es gibt jede Menge überflüssige Katalogseiten, aber kaum überflüssige Kataloge.“ So lautet die Kernthese von Ralf Skiba, Executive Creative Director bei RAPP Germany. Seit Jahren, mittlerweile seit Jahrzehnten, brütet der kluge Kopf über neuen Katalog-Konzepten. Das sei nötig. „Denn der Katalog muss sich immer wieder neu erfinden“, meint er. Dabei geht es ihm aber nicht um futuristische Visionen, sondern um das Machbare – bis 2015. Die Agentur arbeitet mit drei Schlüsselbegriffen, die stellvertretend für neue Katalogmodelle stehen: „Navi-Gator“, „Indi-Visualizer“ und „App-Etizer“. Einen Wegweiser durchs (Konsum-)Leben bietet der „Navi-Gator“. Er versteht sich viel mehr als Trend- oder Szene-Guide, denn als reine Produktschau. Musik, Kunst und Mode geben den Ton an, allerdings sind die Produkt-Codes klar erkennbar. Denn letztendlich zeigt der „Navi-Gator“ den Weg zum Shop-Eingang – sei er stationär oder im Netz. Auch ältere Menschen könnten in Zukunft verstärkt mit solchen Lifestyle-Formaten angesprochen werden.

Der „Indi-Visualizer“ setzt verstärkt auf den individuellen Produktzuschnitt – unter Mitwirkung der Kunden. Es ist nur konsequent, sie in die Sortimentsgestaltung mit einzubeziehen, mitentscheiden zu lassen und sie beispielsweise einmal im Jahr ihre eigene Kollektion gestalten zu lassen. Der Sportartikelhersteller Nike bietet Usern unter www.nikeid.com die Möglichkeit, ihre Schuhe selbst zu designen. Das „Indi-Visualizing“ findet überwiegend in digitalen Medien statt. Das Community-Ergebnis kann aber wieder gedruckt präsentiert werden – als durchpersonaliserte „Katalog-Trophäe“. Der „App-Etizer“ macht Appetit – aufs mobile Shopping und auf hochwertige Kataloge. Verbindet man die Genuss-Kultur mit den Waffen des Mediums Print, also Haptik, Glanz, Duft, Stanze, Prägung und Gestaltung, dann wird aus einem Katalog das Aushängeschild einer Marke und die einladende Schnittstelle zum digitalen Markenshop. Solche Premium-Kataloge können aus Kostengründen nicht allen Kunden zugeschickt werden, sondern nur den Richtigen und Wichtigen. Deshalb verweist Skiba auch auf die Bedeutung der Qualität von Kundendaten.

Gerade im Möbelhandel besteht in Sachen Katalog großer Reformbedarf. Nach wie vor setzen insbesondere die Großen der Branche auf Impulsbeileger, sprich: Rotstift-Prospekte. „Das geschieht zum Teil aus Verzweiflung, weil sie Frequenz um jeden Preis brauchen“, weiß Skiba. Dabei zeige Ikea, dass es auch anders geht. Das Erscheinen des Jahreskataloges gerät regelmäßig zum Großereignis. Aber auch Zeitungsbeileger könnten laut Skiba deutlich spannender gestaltet werden. Nur fehle dazu oft der Mut.

Somit überlässt der Möbelhandel den Multichannel-Playern das Feld. Ottos Katalog-Kompetenz ist unbestritten. Dennoch bleibt der Versender-Riese nicht auf der Stelle stehen – der mangelhafte Marketing- Mix des ehemaligen Konkurrenten Quelle wirkt als Menetekel nach. „Wir arbeiten bereits an neuen Formaten“, verriet Otto-Chef Dr. Rainer Hillebrand vielsagend über die Zukunft des Hauptkataloges. „Ich bin davon überzeugt, dass es auch in Zukunft Kataloge geben wird, die wir zu unseren Kunden schicken. Allerdings werden sie nicht so aussehen wie heute. Die Kataloge von morgen werden wesentlich stärker die Funktion erhalten, Appetit auf unser Angebot auf otto.de zu machen.“ Womit wir wieder beim „App-Etizer“ wären. Die weitere Verzahnung von Katalog- und Online-Geschäft steht also bei der Nr. 1 der Multichannel-Versender auf der Agenda. Neckermann zog gerade nach und lehnte das Layout des neuen Hauptkataloges noch stärker an seinen Internet-Auftritt an. Es herrscht also Bewegung im Katalog-Geschäft. Insbesondere in den nächsten Jahren wird das Print-Medium – angetrieben durch technologische Entwicklungen – neues Leben eingehaucht bekommen. Und es gibt gute Gründe in Kataloge zu investieren. Versand und Onlinehändler erwirtschafteten laut BVH (Bundesverband des deutschen Versandhandels) 2009 29,1 Mrd. Euro. Multichannel-Versender generierten davon 15,6 Mrd. Euro Umsatz, reine Pure Internet Player dagegen lediglich 6,1 Mrd. Euro. 68 Prozent aller Kunden konsultieren Kataloge, bevor sie im Internet bestellen. Der Vertrieb über alle Kanäle setzt Maßstäbe.

Diese Erkenntnis wurde zur schmerzlichen Erfahrung für den US-amerikanischen Einrichtungskonzern Williams-Sonoma, der seine Katalog-Ausgaben um gut ein Fünftel drosselte und diese ins Online-Marketing umleitete. Ergebnis: 2009 verlor die Versandsparte insgesamt 12,5 Prozent an Umsatz: 2008 waren es 1,399 Mrd. Dollar, im vergangenen Jahr nur noch 1,225 Mrd. US-Dollar. Die Einsparungen im Katalog-Marketing wirkten sich demnach auf alle Kanäle aus. Der Katalog lässt sich also vorerst im Marketing-Mix nicht ersetzen. Allerdings wird er sich stark verwandeln. 1.000 Seiten dicke Wälzer haben ausgespielt, wenn die Kunden sich nur für 50 Seiten interessieren. Es geht darum, den individuellen Zuschnitt zu meistern. Ralf Skiba drückt das so aus: „Kataloge müssen den Kunden den Eindruck vermitteln, dass sie richtig in ihrem Leben sind.“

Sascha Tapken






02.08.2010 | RAPP Germany holt Sven Mentel als Online Creative Director

RAPP Germany hat sich mit Sven Mentel (41) erfahrene und kreative Verstärkung an Bord geholt. Sven Mentel startet am 1. August als Creative Director in der Hamburger Agentur und leitet zusammen mit Marc Schlegel als Unit Director die Abteilung E-Com. Die Agentur trägt damit auch dem überproportionalen Wachstum digitaler Projekte Rechnung. RAPP Germany betreut mittlerweile fast alle bestehenden Kunden mit kanalunabhängigen Ideen.
 
Mentel war elf Jahre lang bei Elephant Seven als Creative Director tätig, bevor er 2008 als Geschäftsleiter zu Plan.net München wechselte. In seiner Karriere verantwortet er die digitale Kommunikation für Kunden wie Media Markt, O2, Lufthansa oder Lego duplo. Mit seinen Arbeiten hat er unter anderem Preise beim ADC, bei den New York Festivals, den Cannes Cyberlions, sowie im Jahr 2009 den New Media Award in Gold mit nach Hause nehmen können.
 
„Ich freue mich mit Sven Mentel zu arbeiten. Er wird uns helfen, den neuen kreativen Anspruch unserer Agentur über alle Disziplinen hinweg weiter zu entwickeln.” ist sich Stefan Setzkorn, Managing Director RAPP Germany, sicher.






23.07.2010 | RAPP Germany entwickelt Corporate Design für AMISTYLE

Die Leipziger Messe hat erneut einen Etat an RAPP Germany vergeben und die Multichannel-Spezialisten mit der Namens- und Logoentwicklung für die AMISTYLE, die neue Automesse für Car-Styling, Individualisierung, Umrüstung und Service, beauftragt.

Bereits seit 2007 ist RAPP Germany für die Leipziger Messe tätig, die mit der AMI (Auto Mobil International) und deren Schwestermessen AMITEC und AMICOM drei wichtige internationale Automobilmessen veranstaltet. Die Leipziger Messe verzeichnete bei der AMI 2008 einen neuen Besucherrekord – auch dank eines integrierten B2C- und B2B-Kommunikationskonzepts von RAPP Germany. Die Multichannel-Agentur zeichnete hier – ebenso wie zum Launch der AMICOM im Jahr 2009 – für die Logo-/ Marken-Überarbeitung bzw. -Neuentwicklung, Outdoor-Kampagne, Online Advertising, Radio Spots sowie Dialogmarketing verantwortlich.

Nun folgt die vierte Branchenveranstaltung in der AMI-Familie – die AMISTYLE. Die neu konzipierte Messe findet vom 9. bis 13. April 2011 statt. Autofans und Fachbesucher können sich hier über die Trends für die Individualisierung, Umrüstung und Stylings ihrer Fahrzeuge informieren. RAPP Germany entwickelt auch diesmal das Corporate Design für die neue Messe – von der Logo- und Namensfindung über die Entwicklung des Keyvisual bis hin zu den CD-Richtlinien.

„Wir freuen uns sehr über den Auftrag und die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit der Leipziger Messe. Die AMISTYLE ist ein sehr spannendes Projekt. Ziel ist es, die neue Veranstaltung schnell über die Grenzen von Leipzig hinweg bekannt zu machen und eine neue Fangemeinde unter den Autointeressierten für die AMISTYLE zu gewinnen.“, so Imke Schöning, Unit Director und Etatverantwortliche bei RAPP Germany.
 






14.07.2010 | RAPP Germany trimmt Online-Auftritt für Wilkinson Sword

Die Multichannel-Agentur setzt sich im Pitch gegen drei weitere Agenturen durch und betreut ab sofort sämtliche Online-Aktivitäten des Unternehmens im deutschsprachigen Raum. RAPP Germany konnte vor allem mit Strategie und  Konzept für eine neue Webseite überzeugen.

Erster, großer Schritt der gemeinsamen Zusammenarbeit wird der Relaunch der deut-schen Webseite von Wilkinson Sword sein. Der neue Internetauftritt ist bereits bei RAPP Germany in Arbeit und wird im Herbst an den Start gehen. In die neue Seite fließen umfängliche Erkenntnisse aus einer bereits abgeschlossenen RAPP SMA Studie ein, die die Zielgruppe und ihr Verhalten in Social Media analysiert hat. Darüber hinaus ist RAPP Germany mit der Kreation neuer Online-Werbemittel – vom Banner bis hin zum individualisierten Newsletter beauftragt.
 
Phillip Schilling, Managing Director bei RAPP Germany, blickt optimistisch in die ge-meinsame Zukunft: „Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit einer solch renommierten Marke und sind stolz darauf, Wilkinson Sword von unserer Online-Kompetenz und dem Verständnis von der Zielgruppenansprache überzeugt zu haben. Mit dem hoch aktuellen Konzept des neuen Internetauftritts wollen wir dazu beitragen, noch mehr Menschen für die Marke Wilkinson Sword zu begeistern.“

Wilkinson Sword ist Hersteller innovativer Herren- und Damen-Nassrasierer, Rasier-pflege sowie Manikür- und Pedikürprodukte. Das Unternehmen gehört seit 2003 zur US-amerikanischen Energizer Holdings. Am deutschen Firmensitz in Solingen be-schäftigt Wilkinson 650 Mitarbeiter.






04.06.2010 | Im Dialog mit der Kreation

Die W&V berichtet: Bei RAPP Germany führen jetzt ein Berater und ein Kreativer gleichberechtigt die Geschäfte. Hauptaufgabe des Führungsduos: Wachstum schaffen und das Agenturprofil schärfen.

Zum Interview kommt Stefan Setzkorn bestens präpariert. Einige dicht beschriebene DIN-A4-Blätter hat er vor sich auf den Tisch gelegt. „Das machen wir immer so – wir sind datengetrieben“, scherzt der 41-Jährige. Seit einem Monat arbeitet der frühere Geschäftsführer Kreation von Scholz & Friends Hamburg bei RAPP Germany, einer Network-Agentur, die sich „kreative, datengetriebene Multikanalkommunikation“ auf die Fahnen schreibt. Die passenden Bemerkungen kommen Setzkorn also schon ganz flüssig über die Lippen. Dabei lautete die erste Frage, die der gebürtige Stuttgarter dem RAPP-Chef Phillip Schilling beim Kennenlern-Gespräch stellte: „Wer ist eigentlich RAPP?“   

Setzkorn fügte sich ins Profil, das sich Schilling von seinem neuen Kreativgeschäftsführer gemacht hatte. Er suchte jemanden mit Markenverständnis und -führungserfahrung sowie hohem Kreativanspruch. Schilling ist seit 2007 bei RAPP und baut seither den einstigen Dialog-Dienstleister zur modernen Multichannel-Agentur aus. Sein bisheriger Beratungspartner, Managing Director Sven-Ole Binder, wird den Weg nicht mehr mitgehen. Sein Vertrag endet im August. Die Gründe sind unklar, Binder war nicht zu erreichen. Mit ihm kehrte auch Executive CD Olaf Klumski der Firma nach 17 Jahren den Rücken.

Bereits vor gut einem Jahr stieg der ehemalige Leiter Relationship-Marketing bei Mercedes-Benz, Gernot Feltin, als Director CRM ein. „Den Bereich Strategie haben wir stabilisiert, jetzt ergänzen wir Kreation auf einem anderen Niveau als bisher“, erläutert Schilling. Auch wenn sich Setzkorn in vieles einarbeiten muss, so empfindet er den Wechsel zu RAPP Germany nicht als „Kulturschock“. Derzeit steckt die Agentur in drei Pitches – Wachstum ist vorrangiges Ziel des neuen Führungsduos. Im vorigen Jahr machte die Pleite des Versandhändlers Quelle RAPP einen Strich durch die Rechnung. Laut Schilling mussten knapp 25 Mitarbeiter wegen der Insolvenz gehen. Dennoch stimmt die Mischung: Kein Kunde trägt mehr als 14 Prozent zum Umsatz bei.

Neugeschäft soll nun auch die Chance eröffnen, das kreative Profil zu schärfen. Bereits heute betreut die Agentur RAPP, die ihre Wurzeln im Dialogmarketing hat, die Fluggesellschaft airberlin ganzheitlich – vom Kundenbindungsprogramm topbonus bis hin zu Flyern, Online- und klassischer Werbung. Schilling: „Wir dürfen heute Themen bearbeiten, da hätte vor zwei Jahren noch keiner an uns gedacht.“

Der Geschäftsführer versteht nicht, warum viele deutsche Unternehmen glauben, „Daten über Kunden und Kundenverhalten liegen am besten auf dem Server und werden nicht angeguckt“. RAPP Germany hat viel in Social Media Monitoring investiert. „Das ist auch bei neuen Projekten interessant“, ergänzt Setzkorn. „Wir können über das Monitoring Insights gewinnen und wissen, worüber die Zielgruppe spricht.“

Setzkorn hatte nach elf Jahren bei Scholz & Friends das Bedürfnis nach einer neuen Aufgabe. Bei RAPP ist sein Ziel jetzt auch, dialogorientierte Kampagnen zu entwickeln, die bei Kreativwettbewerben mithalten können. Die Datenanalyse liefert dabei die Basis für eine Idee. 

Datengetriebener Ansatz: RAPP Germany beschäftigt 195 Mitarbeiter. RAPP Germany gehört zur Holding Doyle Dane Bernbach Group. In der Niederlassung in Hamburg arbeiten 165 Angestellte, in Düsseldorf 30. Zu den Kunden zählen Adobe, Hewlett-Packard, airberlin, Henkel, Daihatsu und Vodafone. In der Unit RAPP Retail werden u.a. Klingel und Runners Point betreut. Von der Schwesteragentur Tribal DDB unterscheidet sich RAPP Germany laut Phillip Schilling durch den datengetriebenen Ansatz, auf dessen Basis Kommunikationslösungen entwickelt werden.






04.06.2010 | RAPP soll bekannter werden

Die HORIZONT berichtet: Dialogtochter von DDB will mit Verpflichtung von Stefan Setzkorn Markenführungskompetenz stärken

Bislang ist RAPP Germany vor allem in Dialogmarketingkreisen ein Begriff. Mit Kreativchef Stefan Setzkorn (früher Scholz & Friends) positioniert sich die Agentur als Multichannel-Anbieter.   

Auch Stefan Setzkorn kann nicht verhehlen, dass ihm RAPP Germany bis vor einigen Monaten kein Begriff war. Damit ging es dem neuen Kreativchef der DDB-Tochter nicht anders als vielen seiner Kollegen aus der klassischen Werbung, denen er vor drei Wochen beim ADC Festival erklären musste, wer sein neuer Arbeitgeber eigentlich ist. In Dialogmarketingkreisen sieht die Situation ganz anders aus. Da gehört RAPP Germany – bis Anfang vorigen Jahres unter dem Namen Rapp Collins aktiv – zu den seit vielen Jahren etablierten Dienstleistern.

Doch als reine Dialogagentur versteht sich RAPP Germany schon lange nicht mehr. „Multichannel“ lautet der Ansatz, dem sich die Agentur wie viele ihrer Wettbewerber verschrieben hat. In diesem Modell sieht das Team um Kreativchef Setzkorn und Beratungsgeschäftsführer Phillip Schilling die richtige Aufstellung für die Zukunft. In diesem Zusammenhang steht auch die Verpflichtung von Setzkorn. „Wir haben die strategische Entscheidung getroffen, zusätzliche Kompetenzen in den Bereichen Kreation und Markenführung zu addieren“, sagt Beratungschef Schilling.

Die Neuausrichtung könnte mit ein Grund dafür sein, dass Schillings bisheriger Partner in der Geschäftsführung Sven-Ole Binder die Agentur Anfang des Jahres verlassen hat. Binder, der wie Schilling Berater ist, gilt als erfahrener und ausgewiesener klassischer Dialogmarketingexperte - für den neuen Ansatz von Rapp Germany möglicherweise sogar etwas zu klassisch. Hinzu kommt, dass Rapp seine Kreativkompetenz auch dadurch verdeutlichen will, dass ein Kreativer in der Geschäftsführung sitzt.

Setzkorn reizt an der Aufgabe die Verbindung von Dialog- und Kreativ-Know-how: „Für mich sind die interessantesten Kampagnen die, die den Verbraucher direkt adressieren und involvieren“, sagt der 41-Jährige. Insofern sei ihm der Wechsel zu RAPP leichtgefallen. Setzkorn war zuletzt Kreativgeschäftsführer bei Scholz & Friends in Hamburg. Dort war karrieretechnisch für ihn das Ende der Fahnenstange erreicht, seit der Posten des Kreativvorstands Anfang 2008 mit Matthias Schmidt und Martin Pross gleich doppelt besetzt wurde. Bei RAPP Germany übernimmt Setzkorn den Kreativchef-Job von Olaf Klumski, der als Executive Creative Director allerdings nicht Teil der Geschäftsführung war. Klumski hat die Agentur inzwischen verlassen.

Als eine der großen Stärken seines neuen Arbeitgebers empfindet Setzkorn die hohe Abwicklungssicherheit. „Die Qualität der Prozesssteuerung ist beeindruckend. Davon können sich viele klassische Agenturen eine Scheibe abschneiden“, sagt der neue Mann. Keine Sorgen haben die Verantwortlichen indes, dass man sich mit der Schwesteragentur Tribal DDB in die Quere kommen könnte. Sie gilt ebenfalls als sehr prozessstark und positioniert sich zudem auch als Multichannel-Anbieter: „Tribal DDB ist uns in der Gruppe von der Ausrichtung her sicherlich am ähnlichsten, unsere Herkunft liegt allerdings stärker in den Bereichen CRM und Dialogmarketing“, erläutert Schilling. Der ebenfalls 41-Jährige steht seit drei Jahren an der Spitze von RAPP Germany. Davor war er als Chief Integration Officer für das Zusammenspiel der unterschiedlichen Agenturen und Disziplinen in der DDB-Gruppe verantwortlich. Vor diesem Engagement arbeitete er unter anderem für die Agentur Schmidt und Kaiser (heute: GMR Marketing).

2009 hatte die Agentur die Insolvenz des wichtigsten Kunden Quelle zu verkraften. Dessen Aus hat bei RAPP Germany seine Spuren hinterlassen. Etwas mehr als 20 Mitarbeiter mussten die Agentur im Zuge der Quelle-Pleite verlassen - nachdem man es zunächst für drei Monate mit Kurzarbeit für das entsprechende Team versucht hatte. Wie stark das Gross Income unter dem Verlust des Kunden gelitten hat, wollen die Verantwortlichen nicht sagen. Die letzte verfügbare Zahl stammt aus dem Jahr 2008 und weist ein Honorarvolumen von 17,5 Millionen Euro aus. Heute dürfte es ohne Quelle weniger sein. Insgesamt beschäftigt RAPP Germany rund 200 Mitarbeiter, davon 170 am Stammsitz in Hamburg, den Rest in Düsseldorf, wo vor allem für airberlin und Henkel gearbeitet wird.

Zu den weiteren wichtigen Auftraggebern gehören Vodafone und Adobe. Aktuell befindet sich die Agentur in drei Pitches, allerdings wollen die Chefs nicht verraten, in welchen. Auf der Agenda für 2010 steht unter anderem, nach den Einbußen im Vorjahr den Umsatz wieder zu steigern - und natürlich die Agentur bekannter zu machen.   
  
Wechsel von unabhängiger Agentur in ein Network
Kreativchef Stefan Setzkorn kommt von Scholz & Friends zu RAPP Germany. Sie gehört über die deutsche DDB-Gruppe zur Holding Omnicom. Der Wechsel von einer unabhängigen Agentur in ein Network ist für das ADC-Mitglied kein Kulturschock. Zum einen hat er früher bereits Erfahrungen als Art Director bei Euro RSCG und DDB gesammelt. Zum anderen seien die Unterschiede im (Finanz-) Management nicht so groß, wie oft behauptet, findet Setzkorn: „Was wir als Chefs von RAPP Germany in Sachen Budgetplanung und Reporting abliefern müssen, ist nicht so viel anders als das, was ich bei Scholz & Friends erlebt habe – mit Ausnahme einiger SOX-relevanter Themen.“ Auch der Spielraum für unternehmerische Entscheidungen sei ausreichend. „Wir können uns im Rahmen des gemeinsam mit der Muttergesellschaft entwickelten Jahresplans frei bewegen und entscheiden selbst, wo wir unsere Prioritäten setzen“, sagt Beratungschef Phillip Schilling. Mit Adaption habe man ebenfalls relativ wenig zu tun. Laut Auskunft der Agenturchefs liegt der Anteil an internationalem Geschäft bei rund 35 Prozent.

 






02.06.2010 | Vodafone dreht im Kundendialog auf

ONE-to-ONE berichtet: Vodafone haut mächtig auf den Putz. Der Telekommunikationsdienstleister will – unter anderem über den Werbedruck – zur Nummer eins im Markt aufsteigen. Bis Ende Juli läuft auf allen Kanälen die Scholz & Friends-Kampagne „Du bist so stark wie dein Netz“. Jetzt legt RAPP Germany, bei Vodafone für das Dialogmarketing zuständig, nach. Ein aufwändiges, soeben auf den Weg gebrachtes Mailing soll unter den Geschäftskunden für zweistellige Response-Raten sorgen. Allein im Dialogmarketing geht es um Millionenbeträge.

„Insgesamt investiert Vodafone Deutschland jährlich einen hohen siebenstelligen Euro-Betrag ins Dialogmarketing“, sagt Florian Steps, Head of Direct & Digital bei der Vodafone D2 GmbH. Innerhalb seines Verantwortungsbereichs soll nun das Relationship-Marketing ausgebaut werden – unter anderem mit E-Mail-Marketing. Mit der Strategie „Clients first“ wollen Steps und sein Team in diesem Jahr vor allem langfristige Kundenbeziehungen auf- und ausbauen. Steps: „Dazu haben wir – und das ist für Vodafone absolut neu – potenzielle und Bestandskunden in vier Zielgruppen, je nach digitaler Affinität, segmentiert.“

Der Marketingmanager ist sich der Herausforderungen durchaus bewusst. „Klar, der Telekommunikationsmarkt ist ein Wechslermarkt. Neukundengewinnung über den Preis und die Hardware wird also immer eine große Rolle spielen“, sagt er. „Wir müssen aber auch lernen, mehr auf unsere bestehenden Kundenbeziehungen zu achten. Ziel ist es, die Nummer eins im Markt der Telekommunikationsdienstleister zu werden.“

Der Sturm auf die Spitzenposition wird nicht einfach. Vodafone Deutschland erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2008/2009 nach eigenen Angaben mit 15.000 Mitarbeitern einen Umsatz von 9,4 Milliarden Euro. Bei der Telekom waren es 2009 eigenen Angaben zufolge in Deutschland 85.000 Mitarbeiter und ein Umsatz von 28 Milliarden Euro. Ein ungleiches Wettrennen. Was die Vodafone-Partner allerdings nicht davon abhält, Druck aufzubauen.

Bianca Peters, Unit Director bei RAPP Germany, will keinen Zweifel daran aufkommen lassen, wohin die Vodafone-Reise gehen soll: „Dem Ziel, die Nummer eins zu werden, hat sich auch die von RAPP Germany entwickelte Relationship-Strategie verschrieben.“ RAPP und Vodafone segmentieren die „Generation Upload“ in die vier Zielgruppen „Digital Beginners“, die etwa 60 Prozent der Kunden ausmachen, die „Digital Actives“, die „Digital Heavy Actives“ und schließlich die „Digital Natives“, die weniger als ein Prozent der Kunden definieren. Diese Zielgruppen sollen nun über verschiedene Kanäle unterschiedlich angesprochen werden.

RAPP Germany ist für das Dialogmarketing, also die Mailings, das Mobile Marketing und das E-Mail-Marketing im B-to-B- und im B-to-C-Bereich zuständig. Zusätzlich verantwortet die Agentur die Literatur, zum Beispiel die Mobile Guides von Vodafone. Eine Arbeit, die – verglichen mit den Maßnahmen von Scholz & Friends – eher im Hintergrund stattfindet.

„Neukundengewinnung im B-to-C-Bereich genießt in der Öffentlichkeit natürlicherweise eine größere Wahrnehmung“, sagt Peters. Bestandskundenbindung im B-to-C- und im B-to-B-Sektor fände hingegen direkt beim Kunden, auf dem Handy, im E-Mail-Postfach, im Briefkasten oder direkt über den Vertrieb statt.

Dies gilt besonders für den B-to-B-Bereich. „Eine besondere He-rausforderung ist der Kontakt zu Geschäftskunden“, sagt Vodafone-Marketer Steps. Diese Kunden würden eben nicht dazu neigen, auf die Schnelle ihren Telko-Anbieter zu wechseln. Bei Geschäftskunden komme man allein über den Preis und mit trendiger Hardware nicht weiter. Steps: „Also muss man sich etwas Besonderes einfallen lassen. Wichtig ist dabei zu begreifen: Bei mittelständischen Unternehmen ist das Dialogmarketing in erster Linie ein Türöffner für den Vertrieb.“

Was wiederum die Spezialisten von RAPP Germany auf den Plan ruft. Passend zur Fußball-Weltmeisterschaft wird Ende Mai das „Kicker-Mailing“ an mittelständische Unternehmen versandt – laut Bianca Peters an rund 6.600 Geschäftsführer bzw. Entscheider aus der IT. Klarer Anreiz: Wer einen Termin mit dem Vertrieb vereinbart, erhält ein Tischfußballspiel. Die Adressdaten wurden dabei vom Vodafone-Vertrieb vorqualifiziert. „RAPP Germany hat mit dieser relativ aufwändigen Form der Neukundenakquisition schon Erfahrung“, betont Peters. „Mit einer ähnlichen Aktion haben wir eine Response-Quote von 30 Prozent erzielt – ein ausgezeichneter Return on Invest.“ (Martin Teschke)






17.05.2010 | DDP: D-Man begins!

Beim DDP-Award können sich jährlich kreative Nachwuchstalente aus Agenturen um den Junior Creative Award bewerben. Mit diesem Preis werden die besten Ideen zur Generierung von Einreichungen für die Show im kommenden Jahr ausgezeichnet. Dieses Mal staubte das Juniorteam von RAPP Germany ab. In einem Gastbeitrag für ONEtoONE erzählen sie, wie sie den D-Man für den DDP 2011 vom Haken lassen wollen.

Erwartungsvoll stehen die drei Finalisten des Junior Creative Awards auf der Bühne des Tipis am Kanzleramt. „Gold, für die Kampagne: D Man – The Direct Knight!“ Schnell ein Foto für die Presse und schon sitzen die Junioren von RAPP Germany wieder auf ihren Plätzen in der „römischen Arena“. So schnell wie jeder seinen Award in der Hand hält, so schnell geht auch der wundervolle Abend in Berlin vorüber. Angefangen mit der Sichtung aller Caseboards der DDP Gewinner, gefolgt von der Preisverleihung und dem opulenten Festmahl, abgerundet durch einen Plausch in der römischen Lounge. Man philosophiert darüber, wie der DDP im kommenden Jahr unter dem eigenen Motto aussehen könnte. Jurysitzung in New York? Preisverleihung im unterirdischen Hauptquartier? Kellner, die als D-Man verkleidet die zukünftigen Gewinner bedienen? Bis zum frühen Morgengrauen sieht man die Schlangentänzerin, Gladiatoren und Sklaven umherziehen, bis die Lichter des Zeltes erlöschen und die Nachwuchskünstler überwältigt von den Eindrücken des Abends in ihren Hotelzimmern erschöpft in ihre Betten fallen.

Doch bevor es so weit ist, steht das leere weiße Blatt Papier. Wer kennt das nicht, den brummenden Kopf, die Suche nach der zündenden Idee. Genau wie dem Held der Kampagne „D-Man – The Direct Knight“ Gernot Ontrop rauchen den sechs Junioren von RAPP Germany Hamburg die Köpfe, als sie Anfang des Jahres eine passende Idee für den Junior DDP entwickeln. Die Herausforderung der Junioren ist es mehr Einreichungen für den DDP-Award zu generieren. Wer dort gewinnt, erntet Ruhm, Ehre und jede Menge Kreativpunkte – trotzdem scheint diese Aussicht vielen nicht genug zu sein. Oder wissen sie einfach nicht, welche Fähigkeiten in ihnen stecken? Dies gilt es, aus ihnen herauszukitzeln.

Zunächst werden die Award-Bücher der letzten Jahre immer und immer wieder durchforstet, um Doppelungen auszuschließen. In ihrem eigenen „War-Room“ über den Dächern Hammerbrooks wird im Brainstorming nach der passenden Idee für die Einreichung 2010 gesucht. Schnell sind sich alle einig, die Idee muss einschlagen wie ein Blitz: „Bääääm!“ und was passt da besser als ein Action-Held. Von dem Moment an, als D-Man geboren wird, können sich Superman und Co. warm anziehen.

Als die Idee erst einmal steht, ist der Weg zum fertigen Produkt gar nicht mehr so weit. Die Aufgaben sind schnell verteilt: Um die grafische Umsetzung kümmern sich die vier zukünftigen Kreativen Patrick Montag, Sandra Redemann, Stefanie Rolfs und Mario Alexander Schöning, für die textliche Ausarbeitung sind die zwei Texter-Azubis Sven Hintz und Paul Schoemaker verantwortlich. Und schon geht’s ans Werk: „Wir wollen den Helden in jedem Kreativen wecken!“, das ist die Idee der sechs Junioren. Entwickelt wird ein Helden-Kit,bestehend aus der D-Man Taschenlampe, dem D-Man Umhang, der magischen D-Man Maske, durch die man die Arbeit mit anderen Augen betrachtet, und dem Herzstück des Mailings, dem D-Man Comic im Style der 50er und 60er Jahre mit zusätzlichen Poster zum Aufhängen im tristen Büro. Im Comic wird die Verwandlung des gewöhnlichen Werbers Gernot Ontrop zu D-Man erzählt. Durch die D-Man Maske mit eingearbeiteter Decoderfolie offenbart sich dem Maskenträger die geniale Idee. Wo andere nur ein Fragezeichen sehen, sieht er die Antwort. Das sind doch perfekte Voraussetzungen für den DDP 2011! Verpackt wird das Ganze in einer roten Kartonage mit dem auffallend gelben D-Man Logo. Aber auch der Online-Auftritt wird nicht vernachlässigt. Der Besucher der Seite kann sich in D-Mans Büro umschauen, sein eigenes Helden-Kit nachbauen und sich mit anderen Fans und Groupies über den Heldenwahn auf Facebook austauschen. Außerdem wird das Comic online auf der Microsite weitergeführt. Als die letzten Handschläge getan sind und das Kit verschickt ist, heißt es zurückkehren ins Tagsgeschäft und abwarten. Und jetzt ist es wirklich soweit - ein Traum geht in Erfüllung. D-Man wird zum Leben erwachen und für mehr kreative Ideen kämpfen. Wir sind gespannt, was wir noch zu erwarten haben – D-Man begins!






08.03.2010 | RAPP Germany nutzt innovatives Eye Tracking-Tool

RAPP Germany unterstützt seit einigen Monaten die datengetriebenen Unternehmensphilosophie durch ein weiteres Analyse-Tool. Durch das innovative Eye Tracking-System, von Tobii Technology, analysiert die Agentur die für ihre Kunden entwickelten Werbemittel in Pre-Tests. Der Eye Tracker erfasst in Echtzeit jede Bewegung des menschlichen Auges bei der Betrachtung eines Werbemittels und erkennt, welche grafischen oder textlichen Elemente von einem Probanden erkannt werden und wie lange das Auge an den für den Werbenden entscheidenden Stellen verweilt. Durch den neuartigen Eye Tracker kann RAPP Germany erkennen, ob die handlungsregulierenden Bausteine eines Werbemittels vom Rezipienten wahrgenommen und verstanden werden können. Optimierungspotenziale können frühzeitig identifiziert und umgesetzt werden. RAPP Germany setzt dabei auf ein technisch einzigartiges System. Für das Erfassen der Augenbewegung verfügt der Eye Tracker über integrierte Infrarotgeräte, welche das Tragen einer traditionellen Augenkamera ersetzen und den Probanden in keiner Weise behindern.

Die Analyse wird dabei stets zielgruppen-spezifisch aufgesetzt und auf die individuellen Kundenwünsche angepasst. Das neue Eye Tracking-System wird bereits unter anderem erfolgreich und kontinuierlich in Verbindung mit verschiedenen langjährigen Kunden der Agentur eingesetzt.
 






17.02.2010 | RUNNERS POINT vergibt Sales-Etat an RAPP Retail

Wie der Kontakter berichtete, wurde RAPP Retail, Tochter der Hamburger Multichannel-Agentur RAPP Germany, mit der Entwicklung einer Sales-Kampagne für den Laufschuh-Filialisten RUNNERS POINT beauftragt.

Laut Etatdirektorin Jessica Jakowizchak organisiert RAPP Retail die bundesweite Sales-Kampagne mit den Schwerpunkten POS, Online und Funk, nachdem bereits im vergangenen Jahr einige kleinere Projekte erfolgreich durchgeführt werden konnten. Die aktuelle Sales-Kampagne „Häng’ Deine Alten an den Nagel!“ ist die kreative Antwort der Hamburger Agentur auf die Aufgabenstellung des Kunden, den Traffic und den Umsatz am POS zu steigern. Jeder Kunde, der einen Nagel mit in seine Filiale bringt, wird mit einem "Hammer-Rabatt" belohnt.
 






 

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